Warum nicht im Zooladen kaufen?

Argumente gegen einen Kauf beim Zooladen:

Hier mal die Argumente gegen einen Kauf beim Zooladen in Stichpunkten:

 

-Die Hamster werden zu früh von der Mutter getrennt.

 

-Das Futter der Hamster ist zu Nährstoffarm für eine gesunde Entwicklung.

 

-Durch Inzucht und wahllose Verpaarungen ist die Wahrscheinlichkeit für Tumore und Organschäden deutlich größer.

 

-Für jeden gekauften Hamster kommt ein neuer nach.

 

-Durch den Stress beim Transport in einem sehr geringem Alter kommt es oft zu tödlichem Durchfall.

 

-Der Hamster ist nicht zahm, weil er nie Menschen kennen gelernt hat.

 

-Ein Zooladen kann in 99% der Fälle keine richtige Auskunft über die Hamsterhaltung geben.

 

-Die Hamster werden nicht nach Geschlechtern getrennt, zu junge Weibchen sterben oft bei der Geburt der Babys.

 

Hier gibt es weitere Informationen und Bilder:

 

Um zu zeigen wie wichtig die Entscheidung gegen einen Zooladenhamster ist habe ich hier einmal eine Beispielgeschichte verfasst:

1.Negativbeispiel und traurige Wahrheit:

Ein Hamster wird von den meisten Menschen immer noch als typisches „Zooladentier“ wahrgenommen: hat man vor sich einen Hamster zu kaufen, so wird der nächste Zooladen aufgesucht, der bunteste Käfig ausgesucht, den auch der Verkäufer für hamstergerecht hält und dann wird selbst der Vorsatz „nur mal gucken“ bei den ersten runden Hamsteraugen die einen anstarren über den Haufen geworfen. Natürlich wird sich noch schnell eingeredet, dass der Hamster auf den ersten Blick super gesund aussieht und ja einen total fitten Eindruck macht. Das Hamster nachtaktiv sind und ein gesunder und ungestresster Hamster nicht mitten am Tag im Aquarium sitzen und die Zooladenbesucher anstarren sollte wird in diesem Fall natürlich als „fit“ interpretiert. Der Hamster wird gleich mitgenommen, mit dem Namen Felix benannt und dann zu Hause in das neue Heim gesetzt, in dem er kaum Einstreu, einen Salzleckstein und lauter kleine Plastikteile vorfindet. Im schlimmsten Fall wird Felix den gleichen Anblick auch noch jeden Abend für den Rest seines Lebens ertragen müssen. Er bekommt nur sehr billige Nahrung und kaum Frischfutter, was ihn sehr schwächt. Durch die Langeweile fängt er an an den Stangen zu nagen, den Salzleckstein oder seine Plastiksachen zu zerstören. Und wenn er all diese giftigen Dinge mit viel Glück überlebt stirbt er irgendwann an Altersschwäche und wird nach längerer Zeit Tod im Haus gefunden, weil es in der Wohnung langsam unangenehm riecht. Danach folgt dann in der Regel noch die Erkenntnis, dass Hamster langweilig sind und es sich nicht lohnt einen neuen zu kaufen.

 

Doch wo kommt dieser Hamster namens Felix eigentlich her?

 

Die Wahrheit ist, dass er es die ersten Wochen seines Lebens wahrscheinlich genauso schlimm hatte. Kam er wie fast alle Zooladenhamster, vom Massenzüchter, so wurde er in einer kleinen Box geboren. Sein Futter war zerkleinert und in Kugeln zusammengepresst. Die Mutter die ihn groß zog, hatte das auch schon mit seinen 40 Geschwistern getan, und ihr fehlte die nötige Kraft ihn mit guten Nährstoffen zu versorgen. Sein Fell war stumpf und wenn er etwas von Menschen sah, dann nur eine Hand mit einem dicken Handschuh drüber, die ihn grob im Nacken packte und ihn in eine enge Holzkiste steckte ohne dabei auch nur den Hauch von Mitleid zu verspüren. Einige seiner Geschwister kamen zu ihm, ebenso ängstlich wie er. Zu diesem Zeitpunkt war er gerade einmal 3 Wochen alt und wusste so gut wie nichts vom Leben. Seine Mama hätte noch 1 Woche bei ihm sein müssen, was ihn umso ängstlicher machte. Es ging in einen großen LKW, in dem er und hunderte andere Hamster eng zusammen standen. Als er in dem Zooladen ankam und endlich aus dieser Holzbox durfte traf er zu erst einmal auf ältere Artgenossen, die noch übrig waren und ihm sofort klar machten, wer der Chef im Aquarium ist. Er lernte im Rad zu laufen, richtige Körner zu fressen und in einem Haus zu schlafen. Eine Woche später, er wurde wieder einmal von den großen Hamstern aus dem Haus gebissen und war daher mitten am Tag wach, kam ein Mensch an seinem Aquarium vorbei und ließ ihn vor Schreck erstarren. Natürlich war er niedlich – welches Baby ist nicht niedlich! Und dann kam eine Hand und steckte ihn, in eine Pappschachtel mit der Aufschrift „bitte nicht schütteln“. Er wechselte für ein paar Euro den Besitzer. Das erste mal das sein Wert in Geld festgelegt wurde war bei den Ankunft – da hatte er noch genau 2 Euro gekostet. Er kam alleine in einen kleinen bunten Käfig und lebte dort traurig bis an sein Lebensende. Seine Schwester hatte in einer anderen Familie Babys von ihm bekommen, weil er im Zooladen die Chance genutzt hatte sich fortzupflanzen. Diese Babys lebten im Tierheim. Seine Mutter hatte in der Massenzucht mittlerweile ihren 6. Wurf zur Welt gebracht. Einige der Babys starben, weil ihre Nährstoffe nicht zum Wachsen ausreichten. Doch Diejenigen die überlebten wurden wieder ausgeliefert und kamen in die selbe Zoohandlung, weil die Betreiber sich Dank der vielen Abnehmer einen neuen Wurf bestellen konnten. Hätte niemand in der Zoohandlung Felix gekauft, hätte dieser dort vielleicht noch weiter gelebt oder wäre verfüttert worden. Doch der Zooladen hätte sich keinen neuen Wurf mehr bestellt, und irgendwann das Leiden von tausenden Hamstern verhindert.